Bogotá – viel mehr als ein Transit-Flughafen

Bogotá – viel mehr als ein Transit-Flughafen

Beitragvon Refajo » 23 Mär 2012, 15:21

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Wenn man sich die Reisepläne von Kolumbien-Urlaubern ansieht, dann wird die Hauptstadt Bogotá von vielen nur als Durchgangs-Station angesehen – als ein notwendiges Übel, um Anschluss-Flüge oder -Busse zu erreichen zu den wirklich schönen Flecken Kolumbiens. Die häufigsten Vorurteile lauten: Bogotá sei zu kalt, zu schmutzig, und zu gefährlich.

Nun, eines gleich vorne weg: Der Strand-Tourist, der ausschließlich Hitze und Mädels in Bikinis sucht, wird in Bogotá nicht fündig werden. Alle anderen aber sollten in Erwägung ziehen, zwei oder drei Tage oder länger in der Hauptstadt zu verweilen, in welcher immerhin jeder fünfte Kolumbianer zu Hause ist. Ich persönlich würde beispielsweise auch nicht auf die Idee kommen, meinen Urlaub in Berlin zu verbringen. Aber wenn ich noch nie in Deutschland gewesen wäre, würde ich Berlin natürlich einen Besuch abstatten...


ALLGEMEINES
Informationen zur Geschichte Bogotás und weitere Fakten kann der interessierte Leser der Wikipedia oder einem Reiseführer entnehmen. In diesem Beitrag soll es vielmehr um das Lebensgefühl Bogotás gehen, diesem kulturellen und wirtschaftlichen Knotenpunkt Kolumbiens, um den Alltag seiner Bewohner.

Einige wenige
Daten, die jeder Besucher gehört haben sollte: Bogotá ist die Hauptstadt Kolumbiens, liegt auf über 2.600 Metern Höhe und zählt etwa sieben Millionen Einwohner, zusammen mit den umliegenden Dörfern etwa acht Millionen. Hiermit wären wir gleich bei der ersten Besonderheit: Die Bogotanos halten nichts von Volkszählungen und schätzen die Einwohnerzahl lieber selber auf 12 Millionen mit Hinweis auf die vielen Zugezogenen, die angeblich nicht gemeldet sind.

Die außerordentliche
Höhe wird von den meisten Menschen nicht wahrgenommen. Ich selbst kann auch nichts besonderes feststellen, aber einige Besucher berichten, dass ihnen beim Wandern und Fahrradfahren schneller die Puste ausgeht. Gesundheitliche Probleme sind jedenfalls nicht zu befürchten, wollte man nicht gerade am Ankunftstag einen Marathon laufen.

Kommen wir nun zum
Klima. Ich halte nichts von Statistiken, sondern spreche lieber über das "gefühlte Wetter". Dieses ist das ganze Jahr über gleich kühl. Die angeblichen Unterschiede in Temperatur und Niederschlag kann man höchstens statistisch nachweisen, was die Einheimischen gleich dazu verleitet, von "Jahreszeiten" zu sprechen. Nun ja, als Mitteleuropäer kann man das nur als übertrieben bezeichnen! Wenn Freunde aus Deutschland mich nach dem Wetter in Bogotá fragen, gebe ich meistens diese Faustregeln zum besten:

    • Wenn tagsüber die Sonne scheint, ist es wie Frühling in Deutschland.
    • Wenn es tagsüber regnet, ist es wie im Herbst.
    • Nachts wird es kühl bis sehr kalt, vergleichbar mit einer Herbstnacht. Die Häuser verfügen grundsätzlich über keine Heizungen, so dass es oft notwendig ist, sich zu Hause einen Pullover überzuziehen. Abgesehen davon hängt es von der Bauweise und vom Stockwerk ab, ob eine Wohnung die Wärme des Tages nachts über gut speichert.
    • Es kann zu jedem Zeitpunkt anfangen zu regnen, und es kann zu jedem Zeitpunkt passieren, dass die Sonne hervorkommt. Für diese abrupten Klimawechsel habe ich stets einen kleinen Regenschirm dabei und einen Pullover oder eine Jacke um die Hüfte geschlungen.
    • Wenn die Sonne richtig scheint, sollte man den Sonnenschutz nicht vergessen, denn die Höhensonne verbrennt die Haut sehr schnell – vergleichbar mit Skifahren in den Alpen! Aber auch bei schönem Wetter gilt: Kurze Hosen werden in Bogotá ausschließlich von US-Amerikanern getragen, zumal der nächste Regenguss bestimmt nicht lange auf sich warten lässt...

Sozial-Geografie
Man kann die Stadt ganz grob dreiteilen; die gängigen Klischees sind hierbei: Der
Norden ist reich, der Süden arm, und das Zentrum ziemlich hässlich. Nun, das kann ich nicht so ganz stehen lassen. Ganz im Norden befinden sich auch Armutsviertel, genauso wie man im Süden auch gepflegte Wohnanlagen der Mittelklasse findet. Und das Zentrum, auf den ersten Blick wirklich nicht besonders anziehend, entfaltet seinen versteckten Charme erst nach einiger Zeit, wie wir gleich sehen werden...


WAS MAN IN BOGOTÁ SEHEN SOLLTE

Centro und Candelaria
El Centro und La Candelaria werden oft verwechselt, dabei ist die Candelaria einfach nur ein Teil des Centro, und zwar der einzige wirklich schöne, nämliche der koloniale Teil! Was man im Zentrum nicht verpassen sollte:

    Centro
    Einmal die Hauptschlagader Carrera Séptima hinabgehen. Freitags ist sie ab 17 Uhr für den Verkehr gesperrt und wird so zur Fußgängerzone mit vielen offiziellen Bühnen und inoffiziellen Straßenkünstlern. Diese wöchentliche Veranstaltung wird auch Septimazo genannt. Die Carrera Séptima mündet in den Bolívar-Platz.

    Plaza de Bolívar
    Der Bolívar-Platz ist der zentralste Punkt der Stadt. Wer kein Foto von diesem Platz geschossen hat, war nicht in Bogotá! Um ihn herum liegen mehrere bedeutende Gebäude wie: Palacio de Justicia, Catedral Primada, Alcaldía Mayor, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.

    Candelaria
    Wenn man von der Carrera Séptima aus die Avenida Jiménez (=Calle 13) hinaufgeht (also leicht bergauf), dann kommt man zum Eingang einer winzigen Gasse, die sich Chorro de Quevedo nennt. Der Eingang ist etwas schwer zu entdecken, am besten auf der Straße danach fragen. (Wer mit dem Transmilenio direkt hin möchte, fährt mit der Linie J bis zur Endhaltestelle Las Aguas und fragt dort.) Entlang dieser Kopfsteinpflaster-Gasse gibt es viele kleine Kneipen zu entdecken, die ich alle als individuell und "unkommerziell" bezeichnen würde. Die etwas gepflegteren aber trotzdem alternativen Kneipen befinden sich ganz am oberen Ende der Gasse, dort wo sie in einen kleinen Platz mündet, der Plaza del Carmen. Auf diesem Platz ist besonders freitags abends die Hölle los! An einer Ecke geben Geschichtenerzähler ihr bestes für ein freiwilliges Trinkgeld des Publikums, an anderen Ecken verkaufen Hippies ihren Alternativ-Schmuck. Hier schlägt das Herz derjenigen Kolumbianer, die mit modernen Einkaufszentren und Hollywood-Kino nichts anfangen können! Mein Geheimtipp: Am Rande der Plaza del Carmen befindet sich eine Kneipe namens El Gato Gris, in der jeden Freitag einige der besten Jazzmusiker Bogotás zu bewundern sind, ohne Eintritt!

    Museo del Oro (Goldmuseum)
    Wer Museums-Muffel ist und während seines Kolumbien-Aufenthaltes nur ein einziges Museum betreten möchte, sollte hierfür das Museo del Oro in Betracht ziehen. Riesige Mengen indianischen Goldschmucks gibt es zu bestaunen. Unvorstellbar dass dies nur die winzigen Überreste sein sollen von den unermesslichen Goldschätzen, die die spanischen Eroberer weggeschleppt haben! Das Museum liegt im Zentrum nahe der Ecke Carrera Séptima und Avenida Jiménez. Der Transmilenio verfügt über eine Haltstelle mit dem Namen Museo del Oro.


    Monserrate
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    Monserrate nennt sich die weiße Kirche auf dem Berg, die von fast jedem Punkt aus in Bogotá gut sichtbar über dem Zentrum thront. Hinauf führen eine Gondel- und eine Zahnradbahn. Oben angekommen machen die Kirche an sich und der Pseudo-Indianermarkt mit Touristen-Ramsch nicht viel her, die Aussicht dafür aber umso mehr! Die Wahrscheinlichkeit auf eine ungetrübte Aussicht ist vormittags am höchsten. Wer allerdings am späten Nachmittag hochfährt, kann nach Einbruch der Dunkelheit (18:30 Uhr) Bogotá bei Nacht betrachten, was natürlich auch seinen Reiz hat. Zur Talstation gelangt man, in dem man die Avenida Jiménez bis zum Ende hinaufgeht.


Der Norden Bogotás, oder: "Wo die Reichen wohnen"
Die Hauptschlagader der Stadt ist die Avenida Caracas, die von Süd nach Nord verläuft und ganz im Norden aus mir unverständlichen Gründen auf einmal Autopista Norte heißt. Der Transmilenio folgt genau dieser Strecke: Für unseren virtuellen Rundgang steigen wir also im Zentrum in die Linie B1 ein, die uns nach Norden führt.

    Teusaquillo und Chapinero
    Nach dem Zentrum folgen die Stadtteile Teusaquillo und Chapinero (ab der Haltestelle Calle 26 bis Calle 76), welche viele Universitäten beherbergen und dadurch auch die ein oder andere Studentenkneipe oder abgesiffte Techno-Disko. Allerdings gibt es hier nichts, was zum Pflichtprogramm gehörte.

    Zona Rosa
    Der Begriff Zona Rosa bedeutet in etwa "Schickimicki-Zone". Leider führt er in Bogotá zu Verwechslungen, weil manche darunter den Parque de la 93 verstehen, andere das Viertel rund um die Calle 82. Zwischen beiden Zonen kann man auch nachts in 15-20 Minuten zu Fuß hin- und herlaufen, am sichersten auf der Carrera 15.

    La 82 und La T
    Unter dem Begriff La 82 versteht man eine Menge an Szeneläden (Klamotten und Bars) zwischen den beiden bekannten Einkaufszentren Andino und Atlantis. Man steigt entweder an der Transmilenio-Haltestelle Héroes oder an der folgenden Calle 85 aus und begibt sich dann Richtung Osten, also Richtung Berge. Ziel ist die Ecke Carrera 15/Calle 82. Von hier aus läuft man weiter Richtung Berge und lässt sich einfach ein bisschen treiben und schaut in die Seitengassen.
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    Das Centro Comercial Andino ist eines der teuersten Einkaufszentren und besticht durch eine strenge, fast schon kühle Architektur, die das Lebensgefühl der Bogotanos sehr gut repräsentiert. In der Weihnachstzeit ist es das am festlichsten geschmückte Einkauszentrum und einen Besuch wert. Einen krassen Gegensatz hierzu bildet das Centro Comercial Atlantis, welches einem Walt-Disney-Schloss aus billigem Miami-Plastik gleicht. Muss man eigentlich nur wegen seiner Kitschigkeit gesehen haben. Im Erdgeschoss befindet sich das Hard Rock Café Bogotá, wo man zu völlig überzogenen Touristen-Preisen minderwertige Hamburger essen und abends gegen Eintritt mittelmäßige Schülerbands sehen kann, die sich an den Hits von Nirvana und Guns'n'Roses versuchen. Dann schon lieber die nahegelegenen Live-Musik-Bars Rock Garden (besseres Essen) oder Jackass (günstigere Preise).

    Einkausfszentrum Andino
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    Einkaufszentrum Atlantis
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    La T ist eine kleine Zone innerhalb der Zone La 82 und heißt so, weil zwei Fußgängergassen die Form eines T bilden. La T bietet alle möglichen Restaurants, Bars, Cafés und sogar einen Irish Pub. Einen der drei Eingänge zu La T findet man gegenüber des Cafés Juan Valdez, das sich an einer Außenwand des Andino befindet.

    El Parque de la 93, oder einfach kurz: La 93
    Der Park 93 ist wirklich ein kleiner rechteckiger Park, um den herum man allerlei feine Restaurants findet. In den Seitenstraßen außerdem eine Unmenge an Schickimicki-Diskos, von denen allerdings nur drei einen Besuch wert sind: Galería Cafelibro, Kukaramakara und El Sitio, alle mit hervorragender Live-Musik aber auch nicht ganz billig! Der Park ist außerdem dafür berühmt, dass er zu Weihnachten festlich-kitschig beleuchtet wird, also abends hingehen und staunen... La 93 ist vom Transmilenio aus nicht so gut zu erreichen. Am besten ab La 82 laufen oder ein Taxi zum Mindestfahrpreis von 3.100 Pesos nehmen (nach 20 Uhr 4.600 Pesos.)

    Parque de la 93 (mit Weihnachtsbeleuchtung)
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Weiter nach Norden
Nördlich der 93. Straße wohnen in der Mehrzahl wohlhabende Leute, wie man an den gepflegten Gärten und Wohnanlagen sowie Nobel-Autos unschwer erkennen kann. Erwähnenswert ist das Unicentro (auf Höhe der 127. Straße), welches eines der ältesten Einkaufszentren und zugleich auch eines der größten und teuersten der Stadt ist. Viel kleiner aber auch gemütlicher ist das Einkaufszentrum Hacienda Santa Barbara (auf Höhe der 116. Straße), welches in eine alte Hacienda hineingebaut wurde. Der Übergang des alten Gebäudes in einen Neu-Anbau gilt als architektonisch besonders gelungen und ich muss sagen, dass ich hier auch schon den ein oder anderen Kaffee zu mir genommen habe. Direkt hinter der Hacienda Santa Barbara beginnt Usaquen: ein Viertel welches seinen ursprünglichen Charakter eines Kolonialdorfes gut bewahrt hat. An Wochenenden stellen Hippies hier ihre Straßenstände auf, und rund um den Dorfplatz gibt es einige gepflegte Restaurants.

Der Transmilenio hat seine nördlichste Endhaltestelle Portal Norte auf der Höhe der 170. Straße und irgendwie scheint die Stadt hier wirklich zu Ende zu sein. Offiziell liegt die Deutsche Schule zwar in der 218. Straße, aber man muss dazu sagen, dass man dort nur über einen schlammigen Feldweg hingelangt.

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Der "berüchtigte" Süden
Da die Straße "Null" im Zentrum liegt, werden alle Straßen im Süden mit dem Zusatz Sur versehen. Nun ist der Süden nicht ganz so schrecklich, wie von Unwissenden behauptet wird, andererseits gibt es dort aber auch nicht viel zu sehen. Eine Ausnahme ist die Party-Meile Primera de Mayo, aber dazu später mehr.


WIE SICHER IST BOGOTÁ?
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Pauschal formuliert: Bogotá ist wesentlich gefährlicher als deutsche Großstädte, aber etwas sicherer als andere südamerikanische Hauptstädte wie z.B. Caracas, Quito, Lima. So kann man in vielen Vierteln Bogotás bis spät in die Nacht hinein noch Menschen auf den Straßen sehen, darunter auch unbegleitete Frauen. Daraus kann man nun zwei Schlüsse ziehen: Entweder sind die Bogotanos besonders leichtsinnig, oder die Stadt ist doch nicht so gefährlich wie von vielen behauptet... Hier nun einige


Konkrete Sicherheits-Tipps

    Wertsachen wie Geld, Handy, Pass immer entweder versteckt am Körper tragen oder in der Innentasche einer Jacke verstauen (am besten mit Reißverschluss). Rucksack in Menschenansammlungen wie auch im Transmilenio vor den Bauch hängen, damit ihn keiner unbemerkt öffnen kann.
    • Im
    Norden, ab der 80. bis zur 170. Straße, kann man tags- und nachtsüber problemlos zu Fuß laufen. Wer sich nicht auskennt sollte aber nachts vielleicht doch besser ein Taxi nutzen, zumal diese nur wenige Euro kosten. Mehr dazu später.
    • In den Vierteln Teusaquillo und
    Chapinero, ab der 26. bis zur 80. Straße, kann man sich tagsüber problemlos frei bewegen. Nachts wird es hier etwas ungemütlicher und ich würde nur dort zu Fuß gehen, wo auch andere Menschen auf der Straße sind. Besser ist ein Taxi!
    • Im
    Zentrum tagsüber kein Problem, aber hier besonders gegen Taschendiebe vorbeugen! Bei diesem Gewusel merkt man es noch weniger, wenn einem jemand die Tasche oder den Rucksack öffnet. Nachts wird das Zentrum sehr ungemütlich und geradezu überflutet von Obdachlosen und Drogenabhängigen: Die meisten sind harmlos und betteln nur um etwas Geld, dennoch vorsichtig sein und nur die gut beleuchteten Hauptstraßen nutzen. Von niemandem anquatschen oder anfassen lassen.
    • Die
    Candelaria ist tagsüber ganz harmlos, nachts jedoch etwas "merkwürdig". Nachts ist es hier kein Problem, in einer Gruppe zu laufen. Auch alleine bin ich schon oft nachts durch die Candelaria gelaufen, aber in den engen menschenleeren Gassen fühlt man sich schon ein wenig allein.
    • Im
    Süden gibt es mehr und weniger sichere Viertel. Innerhalb der Party-Zone Primera de Mayo kann man problemlos von einer Bar zur nächsten laufen. Hier sind auch viele Menschen auf der Straße.
    • Zum
    Westen hin gibt es viele "Untere-Mittelklasse"-Viertel, entlang der Transmilenio-Strecke Calle 80. Sie heißen u.a. Minuto de Dios, Portal 80. Hier besteht tagsüber keine Gefahr, aber nachts bitte nicht zu Fuß gehen wegen der Gefahr von Überfällen.
    Foto- und Videokameras kann man auf der Straße benutzen. Man sollte sie aber nur für den Moment der Aufnahme herausholen und danach wieder verstauen, um seinen "Reichtum" nicht unnötig öffentlich zu zeigen.
    • Von seinem
    Reisepass sollte man bei Ausflügen innerhalb Bogotás nur eine Kopie mitnehmen und den Pass im Hotel lassen. Nicht vergessen neben der Hauptseite des Passes auch den Einreisestempel zu kopieren, der den legalen Aufenthalt bescheinigt. Bei Reisen in andere Städte sollte man dann aber doch besser den Original-Pass mitnehmen.
    • Generell besteht in Kolumbien und in den Nachbarländern die Gefahr, dass einem
    Drogen verabreicht werden können (escopolamina), die das Opfer willenlos machen. Deshalb nie ein Getränk in einer Bar unbeaufsichtigt lassen. Nirgends zulassen, dass einem fremde Leute mit einem Taschentuch, Stadtplan oder ähnlichem vor der Nase herum wedeln, denn auch über "fliegendes" Pulver können diese Drogen verabreicht werden. Zur Beruhigung: Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, ein Opfer dieser Methode zu werden. Dennoch finde ich es sinnvoll, schon einmal davon gehört zu haben, um stets so vorsichtig wie möglich zu sein.

Alles rund um Taxis
Die Sicherheit der Taxis konnte in den letzten Jahren in Bogotá sehr verbessert werden. Dennoch gilt ein Taxi nur dann als 100% sicher, wenn man es per Telefon ruft. Besonders allein reisende Frauen sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, da durch den Anruf in der Taxizentrale der Fahrer und alle weitere Daten im System gespeichert werden. In jeder Bar und in jedem Hotel oder Hostal kann man ein Taxi rufen lassen, das ist in Bogotá ganz normal. In diesem Fall sollte man die letzten beiden Ziffern des Telefons erfragen, von dem aus das Taxi gerufen wurde. Der Taxifahrer wird nach diesen Ziffern fragen, um seinerseits sicher zu sein, dass er die richtigen Gäste einsteigen lässt. Alle Einkaufszentren und größeren Supermärkte verfügen über einen Taxidienst, oftmals im Untergeschoss.

Nachdem man dem Taxifahrer das Fahrtziel mitgeteilt hat, sollte man darauf achten, dass er auch das
Taxameter anstellt. Das geht ganz einfach mit der Frage: El taxímetro? (Betonung auf dem í) Das taxímetro beginnt immer bei 25 Einheiten zu zählen. Und so setzt sich der Fahrpreis für das Jahr 2012 zusammen:

    • Jede Einheit auf dem taxímetro kostet 68 Pesos. 100 Einheiten kosten also exakt 6.800 Pesos. 50 Einheiten kosten 3.400 Pesos. Dieses ist zugleich der Minimaltarif, das heißt: auch wenn das taxímetro weniger als 50 Einheiten markiert, wird der Minimalpreis von 3.400 Pesos fällig
    • Aufschlag für Fahrten, die
    nach 20 Uhr beginnen oder enden: 1.600 Pesos
    • Aufschlag an
    Sonn- und Feiertagen: 1.600 Pesos. Sollten die Aufschläge für Sonntag und nach 20 Uhr zusammenfallen, so wird nur ein Aufschlag berechnet.
    • Aufschlag für den Ruf eines
    registrierten Taxis per Telefon: 600 Pesos
    • Aufschlag für Fahrten vom oder zum
    Flughafen: 3.400 Pesos
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Re: Bogotá – viel mehr als ein Transit-Flughafen

Beitragvon Changua » 11 Apr 2012, 23:15

Excellent pictures! you'll never get bored in Bogotá; it's such a cosmopolitan city. A lot of museums, different places to eat and shopping centers from north to south.
I have to say that my favorite is the "zona G" where you can get food of quality to all different tastes and when I want to hang some leisure time I use to visit the "parque simon bolivar" on sat or sunday (other options "parque de la 93" or "parque el virrey")
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