Hotels an Karibikküste beklagen Rückgang bei Übernachtungen

Hotels an Karibikküste beklagen Rückgang bei Übernachtungen

Beitragvon Refajo » 04 Apr 2013, 06:00

Die Hotels an der Karibikküste beklagen sich über einen drastischen Rückgang an Buchungen in der vergangenen Osterwoche. Am Badestrand Rodadero waren die Hotels nur zu 60% ausgelastet. Auch einen Schuldigen haben die Hotel-Betreiber bereits ausgemacht: Die bösen Vermieter von Ferienwohnungen würden den Hotels die Gäste wegschnappen. In Anlehnung an die Mörderbanden der Paramilitärs, bezeichnet ElTiempo.com die Vermieter von Ferienwohnungen als "Para-Hoteliers".

Quelle: http://www.eltiempo.com/colombia/caribe ... 12720387-4

Tja, da haben sich die Hotels wohl selber ins Knie geschossen. Pünktlich zur Urlaubszeit verdoppeln oder verdreifachen sie die Preise, und darauf haben viele Urlauber keine Lust mehr. Vor zwei Jahren waren wir mit einer Gruppe von 7 Personen zur Hauptsaison an der Karibikküste: Überteuerte Preise, schlechtes Essen und schlechter Service führten einerseits dazu, dass wir dort nicht mehr hinfahren wollen, und andererseits dass wir die letzten Tage in Cartagena in einer Wohnung verbracht haben, nachdem wir keine Lust mehr auf die unverschämten Hotels hatten. In der Wohnung wurde uns dann noch das Autoradio gestohlen. Das war es dann endgültig: So schön die Altstadt von Cartagena sein mag, der Küste haben wir keine Träne nachgeweint.
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Re: Hotels an Karibikküste beklagen Rückgang bei Übernachtun

Beitragvon Bono » 06 Apr 2013, 11:12

Der Artikel in der Zeitung und deine Erlebnisse zeigen doch wieder ganz deutlich die raddgierige Art und Weise vieler Kolumbianer auf. Eigentlich sollte man meinen, in einem Tourigebiet wie an der Küste um Cartagena sind die Inhaber und Eigentümer im Gastgewerbe etwas intelligenter. Aber nein, sie sind genau so dämlich wie die grosse Zahl der ungebildeten Kolumbianer. Aber warum sollte es dort auch anders sein als im Innenland. Service und Kundenzufriedenheit habe ich in Kolumbien noch nicht ein einziges Mal erlebt. Und wenn man sich dann letzten Endes noch beschwert, dann wird man etweder dämlich angeguckt oder sogar noch blöd vollgequatscht.
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Re: Hotels an Karibikküste beklagen Rückgang bei Übernachtun

Beitragvon Refajo » 06 Apr 2013, 13:00

Also, "Service und Kundenzufriedenheit in Kolumbien ... noch nicht ein einziges Mal erlebt" kann ich natürlich nicht bestätigen. Es gibt schon gute Hotels und Restaurants in Kolumbien, wo Qualität, Service und Preis stimmen. Aber im Fall der touristischen Zentren Cartagena und Santa Marta war es wirklich ganz schwierig, wenigstens einen passablen Service zu finden, besonders bei der Suche nach Restaurants für unsere siebenköpfige Gruppe.

In Taganga hätte die Rechnung etwa 100.000 Pesos für das Mittagessen betragen sollen. Der "Wirt" wollte 150.000 Pesos haben. Also bat meine Schwiegermutter um die Rechnung mit Einzelposten. Auf dieser war alles säuberlich aufgelistet, Summe ca. 100.000 Pesos. Darunter erschien dann der Betrag 50.000 ohne Zuordnung, neue Summe 150.000. Der Idiot dachte, dass wir Touristen wohl zu blöd sind, eins und eins zusammenzuzählen und dass wir alle Millionäre sind. Aber wenn sieben Personen jeweils ein Gericht von 10.000 Pesos essen, plus noch ein paar Getränke, da weiß man doch gleich dass 150.000 nicht stimmen kann. Hätte der Costeño nur 5.000 oder 10.000 Pesos aufgeschlagen, hätten wir es vielleicht nicht bemerkt, oder er hätte sich rausreden können, das Trinkgeld mit eingerechnet zu haben, und wir hätten es wahrscheinlich akzeptiert. Aber gleich die Hälfte aufschlagen zu wollen, zeigt erstens die blanke Gier und zweitens die Unfähigkeit, bescheißen zu können. Wenigstens war in diesem Fall das Essen gut gewesen.

In anderen Fällen war es ein Ding der Unmöglichkeit, etwas vernünftiges zu essen zu bekommen. Die Restaurants preisen auf ihren Karten zehn bis zwanzig verschiedene Gerichte an, aber wenn wir erstmal alle am Tisch saßen und bestellen wollten, gab es nur ein Einheits-Fischgericht (immer Pescado Frito) für 20.000 Pesos. Die Inhaber rechnen wohl damit, dass viele müde und hungrige Touristen einfach sitzenbleiben und alles hinnehmen. Aber nicht wir: Wir mussten öfter das Restaurant wieder verlassen und das Spiel ging von vorne los.

Eine andere Methode ist: Man verspricht dem Gast zwar, ihm das gewünschte Gericht von der Speisekarte zu servieren, aber nach halber Stunde Wartezeit bekommt man dann doch den Pescado Frito mit dem Argument, aus logistische Gründen sei es leider nicht möglich gewesen, das Gewünschte zuzubereiten. Da hilft nur: Teller zurückgehen lassen und wieder anderes Restaurant suchen.

Es ist ja vollkommen okay, wenn Restaurants nur ein einziges Gericht zum überteuerten Preis anbieten. Aber dann sollen sie das auch so sagen oder anschreiben und nicht den Gästen vorgaukeln, es gäbe eine Speisekarte mit Auswahl, um dann am Ende allen das Gleiche zu servieren. Dass der Kunde dann nicht zufrieden ist, ist doch kein Wunder.

Selbst Restaurantketten, die man aus Bogotá kennt, halten ihre Standards nicht. So waren wir z.B. bei der Eiskette Popsy in der Hoffnung, ein vernünftiges Eis essen zu können. Das funktionierte aber nicht. Egal was wir bestellen wollten, es war nichts vorrätig! Das ging so: "Bitte ein Banana Split" – "Okay, aber ohne Bananen, die sind leider alle." – "Okay, dann nehme ich lieber den Kirscheis-Becher" – "Con mucho gusto, aber Kirscheis ist leider alle, wir können Ihnen aber einen Kirscheis-Bescher ohne Kirscheis zubereiten." – "Nein danke, dann nehme ich lieber den Schokobecher." – "Con mucho gusto, aber Schokolade ist leider alle, aber wir können Ihnen den Schockobecher statt mit Schokoeis mit Vanilleis zubereiten, allerdings ohne Schokostreusel, denn die sind leider alle. Die Schokosoße ist auch alle, aber wir können stattdessen eine Himbeersoße verwenden." Wir konnten am Ende einfach nur noch lachen bzw. den Laden auslachen und haben den Angestellten empfohlen, erst wieder zu öffnen, wenn sie die Zutaten für ihre angebotenen Speisen haben.

Einer der ganz wenigen Plätze, die uns nicht enttäuschten, war eine Filiale von Crepes & Waffles in Cartagena. Zwar ergibt es keinen Sinn, nach Cartagena zu fahren, um dann bei Crepes & Waffles zu essen, aber wenigstens standen hier Qualität, Service und Preis im Einklang.

Auch am Strand nur Negatives: Man kann nicht entspannen, da man zweimal pro Minute von einem Verkäufer angestupst wird. Und man ist ja nicht abgeneigt, den Einheimischen etwas abzukaufen oder Dienstleistungen zu bezahlen. Aber auch hier endete immer alles im Streit, denn egal wie genau man vorher den Preis vereinbart, am Ende wollen sie immer das drei- oder vierfache haben. Das führt wiederum dazu, dass man gar nichts mehr kaufen möchte.

Ich glaube auch nicht, dass das nur blonden Ausländern passiert, denn wir waren ja mit den kolumbianischen Verwandten unterwegs, die genauso abgezockt werden, und die am Ende der Reise ebenfalls die Schnauze von der Karibikküste gründlich voll hatten. Zumindest von den touristischen Gebieten wie Tayrona, Taganga, Santa Marta, Cartagena, die vorgelagerten Inseln etc.

So wundert es mich überhaupt nicht, wenn immer mehr Urlauber Ferienwohnungen mieten und selber kochen. Am das zu ändern, müssten die Hoteliers aber einsichtig sein und fähig zur Selbstkritik. Stattdessen bezeichnet man die Vermieter von Ferienwohnungen als "Para-Hoteliers". Schuld sind eben immer die anderen...
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Re: Hotels an Karibikküste beklagen Rückgang bei Übernachtun

Beitragvon Bono » 07 Apr 2013, 08:28

Na du schreibst es doch. Was soll man da noch hinzufügen? Das sind meine Erfahrungen in Kolumbien und basta. Kolumbianer versuchen immer wieder auf irgendeine dämliche Masche dich zu bescheissen. Gleiches gilt für ihr Service Verständniss. Die wissen nicht was Service oder Dienst am Kunden ist. Ein Kellner oder Inhaber begreift noch nicht mal den Sinn wenn man im Restaurant aufsteht und geht weil einen diese dummen Spielchen schlichtweg ankotzen. Und so zieht sich das durch das gesamte kolumbianische Alltagsleben; nicht nur in Tourigebieten.
Die meisten Kolumbianer werden so erzogen bzw. erleben nichts anderes und dementsprechend erwartet er auch keinen Service.
Ich frage mich nur immer wie sich Kolumbianer fühlen müssen die mal nach Europa oder in die USA kommen. Die müssten doch die ersten Tage einen Kulturschock bekommen.
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Re: Hotels an Karibikküste beklagen Rückgang bei Übernachtun

Beitragvon Marco » 07 Apr 2013, 09:28

Refajo hat geschrieben:Einer der ganz wenigen Plätze, die uns nicht enttäuschten, war eine Filiale von Crepes & Waffles in Cartagena. Zwar ergibt es keinen Sinn, nach Cartagena zu fahren, um dann bei Crepes & Waffles zu essen, aber wenigstens standen hier Qualität, Service und Preis im Einklang.


es gibt uebrigens inzwischen 4 Filialen (und einen Eissalon) von Crepes & Waffles in Cartagena. Alle haben Superfreundliches personal, es werden ausschliesslich juengere Frauen beschaeftigt. Da ich da Stammkunde bin, kenne ich einige naeher, wirklich, superfreundlich.

@Refajo: es liegt an der ausbildung. der "normale" Kolumbianer kann (und will) nicht "erziehen", weder in der familie noch als Chef eines betriebes.

Bei Crepes & Waffles ist das anders, daher kommt es. Denn die maedels und Frauen haben durchaus die faehigkeit, nett und freundlich und alles zu sein. Man muss es ihnen nur freundlich beibringen. Und daran hapert es in den meisten Betrieben.

Noch ein beiSpiel fuer freundliches Personal: Subway, auch gut geschultes, sehr zuvorkommendes Personal.
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Re: Hotels an Karibikküste beklagen Rückgang bei Übernachtun

Beitragvon Refajo » 07 Apr 2013, 09:46

@Bono:

Auch wenn es in Wiederholung abdriftet: Die oben von mir beschriebene absolute Negativerfahrung an den touristischen Zentren der Karibikküste habe noch nirgendwo sonst in Kolumbien erlebt.

Klar, es passiert immer wieder mal, dass in einem Restaurant der Service schlecht ist oder man im Geschäft von einem gelangweilten Verkäufer bedient wird. Aber das passiert mir in Deutschland genauso (und zwar ganz genauso) und deswegen lasse ich unmotivierte und bisweilen geradezu unverschämte Verkäufer in Deutschland links liegen und gehe aus dem Geschäft. In den USA, okay, da ist es anders. Weil freiwilliges Trinkgeld den größten Teil der Einkünfte von Bedienungen ausmacht, sind dort alle überfreundlich und meistens klappt alles super.

Aber in Bogotá, Medellín, Cali ist der Service meist in Ordnung, weshalb ich auch gutes Trinkgeld gebe. Und wenn es nicht der Fall ist, gebe ich kein Trinkgeld und wenn die Bedienung blöd guckt gebe ich auch noch eine Erklärung, warum ich den Service schlecht fand. Das haben bisher alle Betroffenen verstanden und akzeptiert. Ob sie daraus eine Lehre ziehen, ist dann ihr Problem.

Anders ist es auf Dörfern und in "kleineren" Städten. (Das können trotzdem Großstädte mit mehreren hundertausend Einwohnern sein.) Die Kunden geben dort kein Trinkgeld, so dass die Bedienung immer das gleiche verdient, egal ob sie sich anstrengt. Und an vielen Orten sehe ich, dass die Menschen sich zwar anstrengen, aber es einfach an Wissen fehlt. Außerhalb der großen Städte wissen viele Restaurants nicht, was ein Espresso oder Cappuccino ist. Die Kellner vergessen Teile der Bestellung, weil sie sie nicht aufschreiben, so dass man alles dreimal sagen muss. Die zuckerfreien Getränke, die meine Frau bestellt, kommen immer gezuckert an und gehen sofort zurück. Ich sehe da aber keine schlechten Absichten, sondern einfach den Rückstand eines Entwicklungslandes. Da muss man einfach Geduld haben und am besten den Leuten erklären, wie sie es besser machen können, ohne gleich mit erhobenem Zeigefinger als arroganter Oberlehrer dazustehen.

Wer keine Geduld hat, sollte lieber nur in den gehobeneren Restaurants und Geschäften Bogotás, Medellíns und Calis verkehren. Dort kann man dann auch professionellen Service erwarten.
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Re: Hotels an Karibikküste beklagen Rückgang bei Übernachtun

Beitragvon Bono » 07 Apr 2013, 14:33

Refajo hat geschrieben:Auch wenn es in Wiederholung abdriftet: Die oben von mir beschriebene absolute Negativerfahrung an den touristischen Zentren der Karibikküste habe noch nirgendwo sonst in Kolumbien erlebt.

Ja, es driftet in Wiederholung ab da du dem Grunde nach immer von Bogota aus gehst. Bogota, auch Medellin und Cali sind aber nicht der Maßstab für Kolumbien. Und um genau diese Städte und Provinzen geht es. Marco hat es doch genau auf den Punkt gebracht was ich vorher schon versucht hatte zu erklären. Kolumbianer, ausserhalb Bogotas, sind der Zeit in fast allem hinterher; nur mit dem Mist der katholischen Kirche sind sie auf dem Zeitgeschehen. Nämlich im 1600 Jahrhundert. Ansonsten benehmen sich die allermeisten nach unserem Verständnis komplett daneben und haben keine Peilung wie es im Rest der Welt zugeht.

Refajo hat geschrieben:Klar, es passiert immer wieder mal, dass in einem Restaurant der Service schlecht ist oder man im Geschäft von einem gelangweilten Verkäufer bedient wird. Aber das passiert mir in Deutschland genauso (und zwar ganz genauso)

Nein das stimmt nicht. Hier in Kolumbien weiss die Mehrheit der Inhaber und der Angestellten nicht was Dienst am "zahlenden" Kunden ist. Wenn es hier in Kolumbien fast genau so wäre wie in D-Land dann würde Kolumbien nicht 50 Jahre hinterherhängen.

Refajo hat geschrieben:Aber in Bogotá, Medellín, Cali ist der Service meist in Ordnung

Das ist der springende Punkt. Diejenigen die dort leben wissen in der Regel nicht wie es ausserhalb ihrer Stadt zugeht.

Refajo hat geschrieben:Anders ist es auf Dörfern und in "kleineren" Städten. (Das können trotzdem Großstädte mit mehreren hundertausend Einwohnern sein.) Die Kunden geben dort kein Trinkgeld, so dass die Bedienung immer das gleiche verdient, egal ob sie sich anstrengt.

Kann ich so nicht bestätigen aber dafür muss ich wieder sagen; man wird ganz einfach beschissen.
Obwohl im TV darauf hingewiesen wird das man auf ordentlich ausgestellte Rechnungen achten soll, egal wo, man bekommt bei uns in der Stadt in einigen "guten" Restaurants eine Rechnung wo der Tip schon mit eingerechnet ist. Dazu steht dann ein Hinweis auf der Quittung das bei nichtgefallen des Service die 10% vom Kunden ruhig abgezogen werden können. Was zum Teufel ist das für eine Scheisse? Für mich ist das ein Zeichen das Kolumbianer keine Regeln und Gesetze einhalten "wollen" und immer wieder versuchen andere Leute zu bescheissen. Wie Marco schon schrieb, Kolumbianer sind unfähig, sie wollen auch nicht.

Refajo hat geschrieben:Und an vielen Orten sehe ich, dass die Menschen sich zwar anstrengen, aber es einfach an Wissen fehlt. Außerhalb der großen Städte wissen viele Restaurants nicht, was ein Espresso oder Cappuccino ist. Die Kellner vergessen Teile der Bestellung, weil sie sie nicht aufschreiben, so dass man alles dreimal sagen muss. Die zuckerfreien Getränke, die meine Frau bestellt, kommen immer gezuckert an und gehen sofort zurück. Ich sehe da aber keine schlechten Absichten, sondern einfach den Rückstand eines Entwicklungslandes.

Nee Refajo, irgendwann ist mal schluss. Für den Umgang mit einem Blackberry oder anderen High Tech Sachen mit denen sie in ihrem näheren Umfeld auf die Kacke hauen können sind sie doch auch nicht zu blöd.
Irgend wann muss mal Schluss sein mit dem in Schutz nehmen. Mittlerweile befinden wir uns im 21. Jahrhundert.
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Re: Hotels an Karibikküste beklagen Rückgang bei Übernachtun

Beitragvon Refajo » 07 Apr 2013, 17:20

Bono hat geschrieben:in einigen "guten" Restaurants eine Rechnung wo der Tip schon mit eingerechnet ist. Dazu steht dann ein Hinweis auf der Quittung das bei nichtgefallen des Service die 10% vom Kunden ruhig abgezogen werden können.

Mit Kugelschreiber durchstreichen und den passenden Betrag auf die Rechnung legen. Funktioniert einwandfrei, noch nie Probleme damit gehabt, auch nicht außerhalb Bogotás.

In Bogotá ist es aber mittlerweile Standard, dass die Bedienung vorher fragt, ob man das Trinkgeld auf der Rechnung haben möchte. War der Service gut, sage ich gleich Ja.
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Re: Hotels an Karibikküste beklagen Rückgang bei Übernachtun

Beitragvon Marco » 07 Apr 2013, 19:35

Refajo hat geschrieben: ob man das Trinkgeld auf der Rechnung haben möchte. War der Service gut, sage ich gleich Ja.


Siehst du, und DAS verstehe ich nicht. War der service gut, dann belohne doch DIE Kellnerin, die gut war und gib der, der persoenlich, das Trinkgeld.

Zahlst du eine erhoehte Rechnung, dann wird der enthaltene Trinkgeld-Betrag vom Chef einbehalten. Ja, @Refajo, ich weiss das positiv, das ist so.

Der Chef sackt das Trinkgeld ein - und am Monatsende schuettet er einen TEIL-Betrag aus, einen TEilbetrag, den rest behaelt er. Ich hab so einen gefragt, wieso er dazu kommt, MEIN Trinkgeld zu einem teil selber einzusacken. Der hat mir geantwortet, der Abzug sei notwendig, weil die Kellnerinnen auch mal Glaeser zerbrechen und so weiter. Er haette gleich sagen koennen, weil die wasser verbrauchen, wenn sie auf die Toilette gehen.
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Re: Hotels an Karibikküste beklagen Rückgang bei Übernachtun

Beitragvon Refajo » 07 Apr 2013, 22:00

Wenn ein Kellner gut ist und der Gesamtservice schlecht, gebe ich das Trinkgeld direkt an den guten Kellner. Aber selbst da habe ich dann schon gesehen, wie die Bedienung das Geld in den Gemeinschafts-Trinkgeld-Behälter gesteckt hat. Nicht immer natürlich, einige stecken es sofort in die Hosentasche, bevor es die anderen sehen.
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