Extrem negativer Blog-Artikel über kolumbianische Küche

Extrem negativer Blog-Artikel über kolumbianische Küche

Beitragvon Refajo » 29 Okt 2017, 11:14

Ein seltsamer Blogeintrag über die kolumbianische Küche sorgt für Furore im Internet. Die einen sagen, eine Meinung sei zu respektieren und Geschmäcker seien verschieden, die anderen halten dagegen, dass der "Artikel" einfach zu fern der Realität liegt.

Ich muss sagen, dass man in Kolumbien sowohl gut als auch schlecht essen kann und das oft nicht am Preis hängt. Solche extremen Sachen, wie das Servieren von Forelle in Aluminium und Styropor, sind mir noch nie passiert. Deshalb halte ich es auch für falsch bis bösartig, das als die Norm darstellen zu wollen. Mir wurde in in einem Restaurant in der Toskana mal eine Tiefkühl-Lasagne in der Mikrowelle "zubereitet", aber deswegen schreibe ich nicht, dass die italienische Küche nichts taugen würde.

Essen in Kolumbien

http://atanga.de/?p=133355
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Re: Extrem negativer Blog-Artikel über kolumbianische Küche

Beitragvon heine » 30 Okt 2017, 00:53

Ich habe den verlinkten Artikel ueber "Essen in Kolumbien" gelesen und finde nichts daran beanstandenswert.

Umgekehrt: deine Kritik begreife ich nicht. Wo ist etwas "boesartig"? Bitte zitiere doch komplett den deiner Meinung nach "boesartigen" Satz.

Bisher ist dein Beitrag nicht zu verstehen.
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Re: Extrem negativer Blog-Artikel über kolumbianische Küche

Beitragvon Gado » 01 Nov 2017, 10:26

Es geht um die Frage, die auch bei Refajo anklingt, wie der typische Deutsche die typische kolumbianische Küche bewertet. Diese Frage kann ich nicht beantworten, weil ich nicht weiß, ob ich der typische Deutsche bin und ob ich die typische kolumbianische Küche kenne. In jedem kolumbianischen Restaurant, das mit Käse überbackene Forelle anbietet, ist es aber problemlos möglich, die Forelle ohne Käse zu bestellen.

In dem verlinkten Artikel heißt es unter anderem wörtlich: „Auch in ‚besseren‘ Restaurants gibt es Plastik-Besteck und Styropor-Schälchen.“
Als ich im September dieses Jahres für einige Wochen in Kolumbien war, wurden mir kein Plastik-Besteck und keine Styropor-Schälchen aufgedeckt. Vielleicht war ich in besseren Restaurants als denjenigen, die der Verfasser des Artikels als ,bessere‘ Restaurants aufgesucht hat.
Am vergangenen Wochenende habe ich in einem deutschen Hotel übernachtet. Dort gab es einen Plastiklöffel, um das Frühstücksei zu essen.
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Re: Extrem negativer Blog-Artikel über kolumbianische Küche

Beitragvon Refajo » 01 Nov 2017, 14:43

@Gado, die Autorin schreibt was von "comida corriente" (kenne ich nicht, ich vermute sie meint "amuerzo corriente") zwischen 8.000 und 11.000 Pesos. Dmait kannst du doch einschätzen, ob die in ähnlichen Restaurants wie sie verkehrt hast. Aber auch in dieser Preisklasse bin ich Porzellanteller gewohnt.

@heine, die Autorin schreibt bösartig, weil sie Ausnahmesituationen als die Norm darzustellen versucht. Ich war wie sie in Medellín und Salento und habe die von ihr beschriebenen Zustände nirgends erlebt. Wahrscheinlich gibt es sie, aber sie sind eben nicht die Norm.
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Re: Extrem negativer Blog-Artikel über kolumbianische Küche

Beitragvon Refajo » 01 Nov 2017, 14:53

So wurde mir Forelle in Salento serviert, auf einem ordenlichen Teller.

forelle.jpg
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Re: Extrem negativer Blog-Artikel über kolumbianische Küche

Beitragvon heine » 01 Nov 2017, 16:33

Refajo hat geschrieben:Extrem negativer Blog-Artikel über kolumbianische Küche


Dein Titel ist extrem negativ. Er ist regelrecht boesartig.

Ich habe nun mal in Ruhe den Bericht durchgelesen und finde ihn sehr gut. Eine wirklich sehr gute Beschreibung dessen, was man als Tourist beim Essen in Kolumbien erlebt.

1) Mittagessen und Cena: alles gut beschrieben. alles richtig wiedergegeben. so ist es.

2) Fruehstueck: auch alles richtig. So ist es.

3) "An Tag drei hat man allerdings genug davon. Die Jagd auf anderes Essen beginnt."

Das ist nun allerdings das Problem des Autors. Ich esse den von ihr beschriebenen Almuerzo nun taeglich seit vielen Jahren. Und bin zufrieden - und zahle, wie von ihr richtig beschrieben, taeglich 11.000 Pesos inkl. Suppe und Getraenk. 3,10 euro.

Der Autor sucht also - und findet nicht. Refajo, was daran, das zu beschreiben, ist aber nun "extrem negativ"? Wer mit dem Corriente nicht zufrieden ist, der findet halt nicht das, was er sucht. Das entspricht doch der Wahrheit.

Wenn du den Bericht ueber diese Forelle so hinzustellen versucht, als wuerde der Autor hier die "Norm" in Kolumbien darsstellen, dann hast du den Bezug zum von ihr Geschriebenen und damit zur Realitaet
verloren.

Der Bericht des Bloggers ist gut, er ist richtig, er ist nicht im geringsten boesartig - und er beschreibt den kolumbianischen Alltag so, wie er ist.

Und die Kritik von "Arno Liebermann", der seit 13 Jahren in Kolumbien lebt (welch ein Zufall), haette besser darauf beschraenkt bleiben sollen zu kritisieren, dass das Wort "Kaffee" anscheinend irgendwo falsch geschrieben wuerde. Allerdings haette er sich natuerlich bereits diese "Kritik" sparen koennen. Aber wer maekeln will, der sucht sich halt ein Ventil....
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Re: Extrem negativer Blog-Artikel über kolumbianische Küche

Beitragvon Gado » 07 Nov 2017, 03:06

Refajo hat geschrieben:@Gado, die Autorin schreibt was von "comida corriente" (kenne ich nicht, ich vermute sie meint "amuerzo corriente") zwischen 8.000 und 11.000 Pesos. Dmait kannst du doch einschätzen, ob die in ähnlichen Restaurants wie sie verkehrt hast.


In dieser Kategorie von Restaurants war ich nur ganz selten, sodass ich mir kein verallgemeinerndes Urteil erlauben kann. Ganz überwiegend wurde ich von einer Kolumbianerin familiär schmackhaft bekocht.
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Re: Extrem negativer Blog-Artikel über kolumbianische Küche

Beitragvon Arepa » 15 Aug 2020, 14:19

Ich muss sagen, mir schmeckt das Kolumbianische Essen gut, zuhause und auch in den Restaurants.
Sicher gibt es Unterschiede in der Zubereitung, in den "preiswerten" Restaurants wo vielleicht eine Hausfrau in der Kueche steht, oder in einem Spitzen Restautant wo ein gelernter Koch oder auch mehrere in der Kueche stehen. Den Unterschied sieht man auf dem Teller und natuerlich beim Preis.
Ich probiere immer beide Standarts. ;-)
Arepa
 


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