Männertage, Frauentage

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Männertage, Frauentage

Beitragvon Gado » 24 Apr 2020, 03:51

In der ZEIT No. 18 vom 23. April 2020 wird auf Seiten 8 und 9 über „Die Krise der Frauen“ in Anbetracht der Corona-Epidemie berichtet. Generell heißt es, überall auf der Welt litten Frauen stärker unter den Maßnahmen zur Eindämmung und den ökonomischen Folgen. Anschließend werden Berichte über die Situation in acht Ländern außerhalb Deutschlands abgedruckt, darunter auch über Kolumbien.

Der Artikel über Kolumbien bezieht sich hauptsächlich auf Bogotá. Geschildert werden die Beobachtungen der Camila Esguerra, die an einer Universität in Bogotá zu Geschlecht und Migration forscht. Die Journalistin Alexandra Endres fasst Esguerras Auskünfte unter der Überschrift „Männertage, Frauentage“ wie folgt zusammen:

Frauen arbeiten oft in schlecht bezahlten Jobs oder in den Branchen, die gerade stillgelegt wurden. An den Wochentagen, an denen nur Frauen das Haus verlassen dürfen, sind manche Lebensmittelläden überlaufen. Manche Wohlhabende haben ihre Haushaltshilfen genötigt, ganz bei ihnen einzuziehen; um ihren Job zu behalten, mussten die Frauen ihre eigenen Familien für die Dauer der Ausgangssperre verlassen. Die Zahl der Anrufe beim städtischen Notruftelefon für Frauen hat sich verdreifacht. Immer mehr Frauen werden von Uniformierten sexuell belästigt.
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